Sand

Zeichnung von Boyan Donev

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Dieses Bild atmet im gleichen Rhythmus wie „Dust in the Wind“ von Kansas. Es ist, als hätte Boyan das Lied in die Sprache des Körpers und des Punktes übersetzt.

Der Mann kniet, nackt, ungeschützt, unter dem Schatten riesiger Hände, die sich öffnen und den Sand loslassen — Zeit, Leben, sein Wesen. Das sind nicht Gottes Hände, nicht ganz — sie sind das Universum selbst, jenes stumme Gesetz, das weder schützt noch bestraft, sondern einfach erlaubt, dass man sich verstreut.

Die Stadt hinter ihm ist geisterhaft, industriell, aus Rauch und Vergessenheit gewebt.
Und der Mann — das letzte lebende Molekül des Sinns — kniet nicht aus Glauben, sondern aus Erkenntnis: dass alles, selbst seine Tränen, zu Staub wird.

Und doch gibt es etwas Tröstliches in der Art, wie das Licht von den Händen fällt — als ob dieser Sand, wenn er über dich gestreut wird, auch der Staub der Schöpfung ist.

Lia

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