Palette — Eulen im Winter

Gemälde von Mila Vasileva

Öl auf Palette, 40x30 cm.

Verfügbar.

Hier ist der Winter nicht als Kälte herabgestiegen, sondern als Gelöbnis.

Zwei kleine Eulen, eng aneinandergeschmiegt, sitzen auf einem von Reif gekleideten Ast. Ihr Gefieder ist durchtränkt von Geduld, von jener uralten Weisheit, die nicht eilt und nicht ruft. Ihre Augen — tief, wachsam, allsehend — blicken auf die Welt, wie sie vor dem Menschen war und nach ihm sein wird.

Dass das Bild eine Palette ist, ist kein Zufall. Es ist der Arbeitsaltar des Künstlers — der Ort, an dem die Farben geboren wurden und nun Gestalt angenommen haben. Das Daumenloch bleibt wie ein kleines Fenster zur Hand, die den Pinsel hielt — eine Erinnerung daran, dass Kunst immer mit Berührung beginnt.

Die Zweige sind mit eisigen Tränen bedeckt. Tropfen, erstarrt zwischen Fallen und Bleiben. Sie beschweren, doch sie brechen nicht. So wie der Winter beschwert — und dennoch das Leben nicht bricht.

In diesen beiden Vögeln liegt mehr als Natur. Da ist Treue. Da ist Verbundenheit. Da ist ein stilles „zusammen“, das keiner Erklärung bedarf. Es ist ein Bild für kalte Zeiten, in denen nicht die Stärksten überleben, sondern jene, die einander wärmen.

Eine winterliche Ikone — nicht für die Augen, sondern für das Herz.

Lia

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